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Weihnachtsbeleuchtung im Garten mit Powerstation: Verbrauch der LED-Lichterkette, Laufzeit und Timer

Weihnachtsbeleuchtung ohne Außensteckdose: Verbrauch der LED-Lichterkette, Laufzeit an der Powerstation, Eigenverbrauch des Wechselrichters und passende Timer.
Von WattGuide RedaktionZuletzt aktualisiert: 16 Min. Lesezeit

Kurze Antwort

Wie lange hält eine Powerstation eine Lichterkette am Laufen?

Eine LED-Lichterkette braucht laut Verbraucherzentrale rund 5 W. An der 230-V-Steckdose kommt aber der Eigenverbrauch des Wechselrichters dazu – BLUETTI nennt für die Elite 100 V2 rund 10 W, der ADAC fand teils 30 W. Mit 10 W Eigenverbrauch hält eine 1-kWh-Powerstation eine 5-W-Kette rechnerisch rund 60 Stunden, also etwa zehn Abende à 6 Stunden. Hängt dieselbe Kette am USB-Ausgang, sind es ohne Wechselrichter rechnerisch rund 180 Stunden. Wichtig: Energiesparmodus der Powerstation abschalten, sonst geht das Licht nach einigen Stunden aus.

Kurz gesagt

  • Eine LED-Lichterkette mit 24 Lämpchen braucht laut Verbraucherzentrale rund 5 W, eine alte Glühlampen-Kette rund 50 W – für eine Powerstation ist LED Pflicht.
  • Bei so kleinen Lasten frisst der Wechselrichter mehr als die Kette: BLUETTI nennt für die Elite 100 V2 rund 10 W Eigenverbrauch, der ADAC fand teils 30 W. USB- oder 12-V-Lichterketten umgehen das.
  • Mit 10 W Eigenverbrauch hält eine 1-kWh-Powerstation eine 5-W-Kette an 230 V rechnerisch rund 10 Abende à 6 Stunden, am USB-Ausgang rund 30 Abende.
  • Energiesparmodi schalten kleine Lasten ab: bei der Jackery Explorer 1000 v2 laut Handbuch alle Ausgänge nach 12 Stunden unter 25 W, BLUETTI rät für Lampen unter 60 W zum Abschalten des ECO-Modus.
  • Eine Zeitschaltuhr an der 230-V-Steckdose ist die schlechteste Lösung: Der Wechselrichter läuft dann rund um die Uhr. Besser ist eine Kette mit eingebautem Timer an USB oder von Hand schalten.
Inhalt

Der Tannenbaum im Vorgarten, die Hecke am Gartenzaun, das Geländer am Gartenhaus: Viele möchten im Advent dort Lichter aufhängen, wo es keine Außensteckdose gibt. Eine Powerstation scheint dafür wie gemacht – leise, ohne Kabeltrommel quer durchs Beet. Doch bei so kleinen Lasten wie einer LED-Lichterkette gelten eigene Regeln: Der Wechselrichter kann mehr Strom verbrauchen als die Kette selbst, und der Energiesparmodus schaltet das Licht womöglich mitten am Abend ab. Hier erfährst du, was eine Lichterkette wirklich braucht, wie lange eine Powerstation reicht, welcher Timer funktioniert und wo die Powerstation im Winter stehen sollte.

So arbeiten wir

WattGuide misst nicht selbst. Die Verbrauchswerte für Lichterketten stammen von der Verbraucherzentrale, Eigenverbrauch und Energiesparmodi aus den Handbüchern der Hersteller, die Daten der Powerstations aus unserer Produktdatenbank (Herstellerangaben). Die Solarerträge haben wir am 05.11.2026 mit PVGIS, dem Photovoltaik-Werkzeug der EU-Kommission, für den Raum Kassel abgefragt. Alle Laufzeiten sind Rechenbeispiele, keine Messungen.

Was eine Lichterkette verbraucht

Die gute Nachricht zuerst: LED-Lichterketten sind sparsam. Die Verbraucherzentrale rechnet für eine LED-Kette mit 24 Lämpchen mit rund 5 W, für eine Glüh- oder Halogenkette mit rund 50 W. LEDs brauchen damit etwa ein Zehntel des Stroms und halten laut Verbraucherzentrale rund 100-mal länger. Der genaue Wert deiner Kette steht auf der Verpackung oder auf dem Netzteil.

Für die Powerstation zählt die Energie über den Abend in Wattstunden. Bei sechs Stunden Licht am Abend sieht das so aus:

BeleuchtungLeistung6 Stunden am Abend
eine LED-Kette mit 24 Lämpchen (Verbraucherzentrale)ca. 5 Wca. 30 Wh
drei LED-Ketten an Baum, Hecke und Geländerca. 15 Wca. 90 Wh
eine Glühlampen-Kette (Verbraucherzentrale)ca. 50 Wca. 300 Wh
zum Vergleich: eine LED-Lampe laut unserer Gerätedatenbankca. 8 Wca. 48 Wh

Eine alte Glühlampen-Kette leert eine kleine Powerstation an einem Abend. Für den Betrieb am Akku ist LED deshalb Pflicht. An der Haussteckdose sind die Kosten übrigens kein Thema: Laut Verbraucherzentrale kostet eine LED-Kette bei acht Stunden am Tag in vier Wochen etwa 40 Cent. Die Powerstation lohnt sich also nicht zum Sparen, sondern nur dort, wo keine Steckdose ist.

Batterie-Lichterketten sind teuer im Betrieb

Für Ketten mit Batteriefach rechnet die Verbraucherzentrale vor: Batteriestrom ist rund 300-mal teurer als Strom aus der Steckdose, im Beispiel mit 24 Batterie-Kerzen kamen in drei Wochen etwa 25 Euro zusammen. Eine Kette mit USB-Stecker an der Powerstation ist die deutlich günstigere Alternative – mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Der Haken: Der Wechselrichter braucht mehr als die Lichterkette

Eine Powerstation speichert Gleichstrom. Für die 230-V-Steckdose wandelt ein Wechselrichter ihn in Wechselstrom um – und der braucht selbst Strom, auch wenn kaum etwas angeschlossen ist. Der ADAC schreibt in seinem Test: Aktiviert man den Wechselrichter, gehen teils schon 30 W verloren. BLUETTI nennt im Handbuch der BLUETTI Elite 100 V2 einen Eigenverbrauch von rund 10 W und rechnet die Laufzeit so:

Laufzeit = Kapazität × 90 % Entladetiefe ÷ (Last + Eigenverbrauch)

Für eine 5-W-Lichterkette heißt das: Die Powerstation zieht nicht 5 W, sondern rund 15 W aus dem Akku – dreimal so viel. Bei großen Lasten wie einem Wasserkocher fällt der Eigenverbrauch kaum ins Gewicht, bei einer Lichterkette bestimmt er die Laufzeit. Mehr zum Thema steht im Lexikon unter Standby-Verbrauch, wie der Wechselrichter arbeitet, erklärt Wechselrichter, reine Sinuswelle und Anlaufstrom.

Der einfachste Ausweg: den Wechselrichter gar nicht einschalten. Lichterketten mit USB-Stecker hängst du an einen USB-Ausgang, Camping-Lichterketten mit 12 V an die Kfz-Steckdose. Auch Stiftung Warentest rät, Geräte möglichst über USB zu laden, weil die Umwandlung in Wechselstrom Energie frisst. Ketten mit eigenem 230-V-Netzteil oder Trafo bleiben an der Steckdose – bastle nicht am Trafo herum, um sie direkt an 12 V zu betreiben.

Wie lange reicht die Powerstation?

Mit der Formel aus dem BLUETTI-Handbuch ergeben sich diese Laufzeiten. Für die 230-V-Fälle rechnen wir mit 10 W Eigenverbrauch wie bei der Elite 100 V2 und mit 30 W als ungünstigem Fall laut ADAC; für die kleineren Modelle nennen die Handbücher, die wir ausgewertet haben, keinen Wert. Die Klammer zeigt Abende à 6 Stunden.

Was hängt dranLeistung aus dem Akku288 Wh512 Wh1.024 Wh
eine LED-Kette (5 W) am USB-Ausgangca. 5 Wca. 52 h (8)ca. 92 h (15)ca. 184 h (30)
eine LED-Kette (5 W) an 230 V, 10 W Eigenverbrauchca. 15 Wca. 17 h (knapp 3)ca. 31 h (5)ca. 61 h (10)
drei LED-Ketten (15 W) an 230 V, 10 W Eigenverbrauchca. 25 Wca. 10 h (1–2)ca. 18 h (3)ca. 37 h (6)
eine LED-Kette (5 W) an 230 V, 30 W Eigenverbrauchca. 35 Wca. 7 h (1)ca. 13 h (2)ca. 26 h (4)
eine Glühlampen-Kette (50 W) an 230 V, 10 W Eigenverbrauchca. 60 Wca. 4 h (unter 1)ca. 8 h (1)ca. 15 h (2–3)
5-W-Kette an USB, 1 kWh
ca. 30 Abende
à 6 Stunden, ohne Wechselrichter
5-W-Kette an 230 V, 1 kWh
ca. 10 Abende
mit 10 W Eigenverbrauch
Saison 1. Advent bis 6. Januar
39 Abende
29.11.2026 bis 06.01.2027
Glühlampen- statt LED-Kette
ca. 10 × Strom
laut Verbraucherzentrale

Was die Tabelle zeigt:

  • USB schlägt die Steckdose deutlich. Dieselbe Kette leuchtet am USB-Ausgang rechnerisch dreimal so lange. Ganz ohne Eigenverbrauch läuft aber auch der USB-Betrieb nicht: Laut ADAC ziehen auch Display und die Verbindung per WLAN und Bluetooth an der Batterie. Schalte die App-Verbindung ab, wenn du sie nicht brauchst. Die USB-Werte sind also eine Obergrenze.
  • Die ganze Saison schafft kaum eine Powerstation am Stück. Vom 1. Advent am 29. November bis zum 6. Januar sind es 39 Abende. Bei 30 Wh am Abend über USB brauchst du rund 1,2 kWh, bei 90 Wh an 230 V rund 3,5 kWh. Eine 1-kWh-Powerstation musst du also ein- bis viermal nachladen – am einfachsten zu Hause an der Steckdose oder mit einem Solarmodul.
  • Unabhängige Orientierung: Stiftung Warentest nennt in ihrem Test für eine 500-Wh-Powerstation als Beispiel 65 Stunden für eine Lichterkette, ohne die Kette genauer zu beschreiben. Das liegt zwischen unseren Rechenwerten für USB und 230 V.

Für deine eigene Kette und Powerstation rechnest du die Laufzeit mit dem Laufzeit-Rechner aus. Er rechnet standardmäßig mit 85 % Wirkungsgrad an der Steckdose. Bei sehr kleinen Lasten wie einer Lichterkette ist der Eigenverbrauch des Wechselrichters darin nicht vollständig enthalten – trag als Last deshalb die Kette plus rund 10 W ein, dann bist du auf der sicheren Seite. Was die nutzbare Kapazität ausmacht, steht im Lexikon.

Timer: was funktioniert und was nicht

Die Lichter sollen abends angehen und nachts aus – dafür nutzt man zu Hause eine Zeitschaltuhr, und auch die Verbraucherzentrale empfiehlt Lichtpausen. An der Powerstation stolperst du dabei über zwei Dinge.

Stolperfalle 1: Der Energiesparmodus schaltet kleine Lasten ab

Viele Powerstations schalten ihre Ausgänge ab, wenn längere Zeit nur wenig Strom fließt. Das soll verhindern, dass der Akku leer läuft, weil jemand vergessen hat, eine Steckdose auszuschalten. Bei einer Lichterkette mit 5 W hält die Powerstation das aber für „nichts angeschlossen“:

PowerstationEnergiesparmodus laut HandbuchFolge für die Lichterkette
Jackery Explorer 1000 v2standardmäßig an: alle Ausgänge aus nach 12 Stunden, wenn AC höchstens 25 W oder USB höchstens 2 W liefertKette mit eingebautem Timer bleibt am nächsten Abend dunkel
Jackery Explorer 500 v2wenn aktiviert: alle Ausgänge aus nach 6 Stunden unter denselben SchwellenLicht geht nach 6 Stunden aus
BLUETTI Elite 100 V2ECO-Modus standardmäßig an: AC- und DC-Ausgang aus nach einer gewissen Zeit unter geringer LastBLUETTI rät, ECO für Kleingeräte unter 60 W und Lampen abzuschalten
Anker SOLIX C1000AC-Steckdosen erkennen den Stecker: aus, wenn 15 Minuten kein Stecker erkannt wirdeine eingesteckte Kette hält die Steckdose an

Für die Weihnachtsbeleuchtung heißt das: Energiesparmodus aus – am Gerät oder in der App, wie es im Handbuch deines Modells steht. Bei der Jackery Explorer 1000 v2 hältst du dafür laut Handbuch AC-Taste und Hauptschalter gedrückt, bis das Symbol verschwindet. Bei anderen Modellen steht die Einstellung im Handbuch oder in der App-Anleitung.

Stolperfalle 2: Eine Zeitschaltuhr hält den Wechselrichter wach

Steckst du eine Zeitschaltuhr in die 230-V-Steckdose der Powerstation, schaltet sie nur die Kette. Der Wechselrichter läuft weiter, rund um die Uhr. Mit 10 W Eigenverbrauch kostet das am Tag rund 240 Wh – dazu kommen 30 Wh für die Kette. Ohne Zeitschaltuhr, mit Steckdose nach sechs Stunden von Hand aus, sind es rund 90 Wh. Eine 1-kWh-Powerstation hält mit Zeitschaltuhr damit rechnerisch nur rund drei bis vier Tage statt rund zehn.

Und ist der Energiesparmodus an, kommt es noch schlimmer: Während die Uhr die Kette abgeschaltet hat, fließt kein Strom – die Powerstation schaltet die Steckdose ab, und die Uhr kann das Licht am nächsten Abend nicht mehr einschalten.

Was stattdessen funktioniert

LösungVorteilWorauf achten
Kette mit eingebautem Timer am USB-Ausgangkein Wechselrichter, Licht geht von selbst an und ausEnergiesparmodus aus, sonst schaltet die Powerstation in der Pause ab
Steckdose von Hand schaltenWechselrichter läuft nur, solange das Licht brenntabends einschalten, vor dem Schlafengehen aus
Zeitschaltuhr an der 230-V-SteckdosebequemWechselrichter läuft rund um die Uhr, Energiesparmodus muss aus sein

Viele Powerstations lassen sich per App steuern. Ob die App die Ausgänge nach Zeitplan schalten kann, steht in der App-Anleitung deines Modells – in den Handbüchern, die wir für diesen Ratgeber ausgewertet haben, fanden wir keine solche Funktion für die Steckdosen.

Wo die Powerstation stehen sollte

Die Lichterkette darf nach draußen, die Powerstation nicht. In unserer Datenbank gibt kein Hersteller eine IP-Schutzart gegen Spritzwasser an; wo überhaupt ein Wert genannt ist, etwa bei der BLUETTI Elite 30 V2, lautet er IP20 – Schutz gegen Finger, nicht gegen Wasser. BLUETTI schreibt im Handbuch der Elite 100 V2: nicht im Regen oder bei hoher Luftfeuchtigkeit betreiben. Jackery verlangt für die Explorer 1000 v2 einen belüfteten und trockenen Ort.

So baust du es auf:

  1. Powerstation drinnen: im Gartenhaus, in der Garage oder im Schuppen, auf festem Untergrund und mit freien Lüftungsöffnungen. Nicht in eine Plastiktüte oder dicht verschlossene Kiste packen.
  2. Kabel nach draußen: Für Außenbeleuchtung gibt es laut VDE eigene, witterungsfeste Verlängerungskabel – herkömmliche Kabel gehören nicht ins Freie. Auch Stecker und Verbindungen draußen brauchen eine passende Schutzart.
  3. Nur Außenlichterketten verwenden: Laut VDE ist für draußen die Schutzart IP44 („spritzwassergeschützt“) unbedingt erforderlich, Ketten mit Haus-Symbol sind nur für innen. Die Verbraucherzentrale nennt IP44, IP54, IP64 oder das Symbol Tropfen im Dreieck als Kennzeichen; auch Trafo und Kabel müssen gegen Spritzwasser geschützt sein.
  4. Auf Prüfzeichen achten: Der VDE rät zu einem Prüfzeichen eines unabhängigen Instituts wie dem VDE-GS-Zeichen. Das CE-Kennzeichen vergibt der Hersteller selbst, es sagt laut VDE nichts über die Sicherheit aus.

Im Frost nicht laden

Entladen dürfen die meisten Powerstations in unserer Datenbank auch bei Minusgraden – BLUETTI und Anker nennen bis −20 °C, Jackery für die Explorer 1000 v2 und EcoFlow bis −10 °C. Laden dagegen nur über 0 °C: BLUETTI nennt für die Elite 100 V2 0 bis 40 °C, Jackery für die Explorer 1000 v2 0 bis 45 °C. Steht die Powerstation in einem frostigen Gartenhaus, lädst du sie besser zu Hause. Was der Temperaturbereich im Datenblatt bedeutet, steht im Lexikon, die Hintergründe in Powerstation im Winter.

Lass die Powerstation in einem abgelegenen Gartenhaus außerdem nicht unbeaufsichtigt laden. Warum, und wie du sie dort vor Diebstahl schützt, erklärt Strom im Gartenhaus ohne Anschluss. Allgemeine Regeln zum sicheren Betrieb stehen in Powerstation-Sicherheit und Brandschutz.

Mit Solarmodul nachladen: was im Winter ankommt

Kann ein Solarmodul die Weihnachtsbeleuchtung tragen? Auf dem Papier ja, denn eine Lichterkette braucht wenig. Wir haben mit PVGIS abgefragt, was ein 200-W-Modul im Raum Kassel im Winter im Mittel liefert (14 % Systemverluste, Mittelwerte 2005 bis 2023):

Aufstellung (Süd)NovemberDezemberJanuar
Ständer mit 35°ca. 240 Wh pro Tagca. 170 Whca. 200 Wh
steil, 60°ca. 270 Whca. 200 Whca. 230 Wh
senkrecht, 90° (Wand oder Geländer)ca. 250 Whca. 190 Whca. 220 Wh

Im Monatsmittel deckt ein 200-W-Modul damit selbst im Dezember eine Lichterkette an 230 V mit rund 90 Wh am Abend, über USB mit rund 30 Wh würde rechnerisch schon ein 100-W-Modul reichen. Drei Dinge schränken das ein:

  • Mittelwerte enthalten sonnige Tage. An trüben Wintertagen kann der Ertrag fast auf null fallen, und PVGIS zählt die erzeugte Energie – nach den Ladeverlusten kommt an der Powerstation weniger an. Die Powerstation muss mehrere graue Tage überbrücken.
  • Frost blockiert das Laden. Steht die Powerstation unter 0 °C, nimmt sie keinen Solarstrom an, auch wenn die Sonne scheint.
  • Schnee und Schatten. Liegt Schnee auf dem Modul oder steht es im Schatten von Haus und Bäumen, bringt es kaum etwas. Im Winter steht die Sonne tief.

Stell das Modul im Winter deshalb steil und frei von Schatten auf – wie, erklärt Solarpanel richtig ausrichten. Ein faltbares Modul wie das Anker SOLIX PS200 Bifazial lehnst du tagsüber in die Sonne und nimmst es abends wieder rein. Die Monatswerte für andere Regionen stehen in Solarertrag pro Monat in Deutschland, die Ladezeit für dein Modul rechnet der Solar-Ladezeit-Rechner aus. Fertige Kombinationen aus Powerstation und Modul zeigt die Bestenliste Solargenerator für Garten und Gartenhaus.

Welche Powerstation für die Weihnachtsbeleuchtung?

Für Lichterketten zählt die Kapazität, nicht die Leistung. Selbst die kleinsten Modelle in unserer Datenbank liefern weit mehr Watt, als eine LED-Kette braucht. Wichtiger sind genug USB-Ausgänge, ein abschaltbarer Energiesparmodus und ein Gewicht, das du zum Nachladen gern ins Haus trägst.

Eine oder zwei USB-Ketten: die 300-Wh-Klasse

Für eine Kette am Baum oder Geländer reicht eine kleine Powerstation, wenn du sie alle paar Tage nachlädst. Die BLUETTI Elite 30 V2 (288 Wh, 4,3 kg) hat laut BLUETTI zwei USB-A- und zwei USB-C-Ausgänge, die Anker SOLIX C300X (288 Wh, 4,1 kg) einen USB-A- und drei USB-C-Ausgänge, die EcoFlow RIVER 3 (245 Wh, 3,55 kg) zwei USB-A-Ausgänge. Wie sich die Kleinen unterscheiden, zeigen BLUETTI Elite 30 V2 vs. Anker SOLIX C300X und EcoFlow RIVER 3 vs. BLUETTI Elite 30 V2. Weitere kompakte Modelle stehen in der Bestenliste leichte Powerstations.

Für eine einzelne kleine USB-Kette reicht oft auch eine große Powerbank. Was beide unterscheidet, erklärt Powerstation oder Powerbank?.

Mehrere Ketten, eine Woche ohne Nachladen: 500 Wh bis 1 kWh

Mit der Jackery Explorer 500 v2 (512 Wh, 5,7 kg) kommt eine 5-W-Kette an USB rechnerisch rund zwei Wochen aus, an 230 V rund fünf Abende. Ähnlich große, tragbare Modelle stehen in der Bestenliste Powerstations für Camping – dort zählen wie bei der Weihnachtsbeleuchtung USB-Ausgänge und Gewicht.

Sollen drei Ketten an Baum, Hecke und Gartenhaus leuchten, passt die 1-kWh-Klasse, etwa die BLUETTI Elite 100 V2 (1.024 Wh, 11,5 kg), die Jackery Explorer 1000 v2 (1.070 Wh, 10,8 kg) oder die Anker SOLIX C1000 Gen 2 (1.024 Wh, 11,3 kg). Direkt gegenübergestellt findest du sie in Jackery Explorer 1000 v2 vs. BLUETTI Elite 100 V2 und Anker SOLIX C1000 Gen 2 vs. BLUETTI Elite 100 V2, alle Modelle dieser Größe in der Bestenliste Powerstations mit 1.000 Wh.

Nach den Feiertagen: Notstrom-Reserve

Eine 1-kWh-Powerstation ist nach Heilige Drei Könige nicht arbeitslos. Voll geladen im Flur wird sie zur Reserve für Router, Licht und Handy, falls im Winter der Strom ausfällt – wie du dich vorbereitest, steht in Powerstation als Notstrom bei Blackout, passende Modelle in der Bestenliste Powerstations für Notstrom. Soll die Powerstation selbst unter dem Baum liegen, hilft dir Powerstation verschenken bei der Größe, Aktionspreise zu Black Friday und Cyber Monday ordnet unsere Seite Powerstation Black Friday ein.

Passt zu dir, wenn …

  • du Lichter dort aufhängen willst, wo keine Außensteckdose ist – Vorgarten, Hecke, Gartenhaus
  • du LED-Ketten mit USB-Stecker nutzt oder den Wechselrichter nur abends einschaltest
  • du den Energiesparmodus am Gerät oder in der App abschalten kannst
  • die Powerstation trocken und belüftet steht und du sie zum Laden ins Warme holst

Eher nicht geeignet, wenn …

  • du alte Glühlampen-Ketten mit 50 W und mehr betreiben willst
  • die Beleuchtung über eine Zeitschaltuhr an der 230-V-Steckdose rund um die Uhr laufen soll
  • die Powerstation ungeschützt im Freien stehen müsste
  • du jedes Jahr groß dekorierst – dann ist eine vom Elektriker gesetzte Außensteckdose die dauerhafte Lösung

Links stehen die Fälle, in denen eine Powerstation für die Weihnachtsbeleuchtung gut funktioniert. Rechts die, in denen du umplanen solltest.

Checkliste für die Weihnachtsbeleuchtung

  1. LED-Ketten nehmen: Wattzahl auf Verpackung oder Netzteil ablesen, Glühlampen-Ketten aussortieren.
  2. USB oder 12 V vor 230 V: Ketten mit USB-Stecker sparen den Eigenverbrauch des Wechselrichters.
  3. Bedarf rechnen: Watt × Stunden am Abend, an 230 V plus Eigenverbrauch der Powerstation.
  4. Energiesparmodus aus: sonst geht das Licht nach einigen Stunden aus.
  5. Timer klug wählen: Kette mit eingebautem Timer an USB oder von Hand schalten, keine Zeitschaltuhr an der 230-V-Steckdose.
  6. Nur Außenlichterketten mit IP44 und witterungsfeste Verlängerungskabel verwenden, auf ein unabhängiges Prüfzeichen achten.
  7. Powerstation trocken und belüftet aufstellen, nicht im Freien.
  8. Nur über 0 °C laden, im Zweifel zu Hause an der Steckdose.

Fazit

Eine Powerstation bringt die Weihnachtsbeleuchtung dorthin, wo keine Steckdose ist – wenn du drei Dinge beachtest. Erstens LED statt Glühlampen: Laut Verbraucherzentrale braucht eine LED-Kette rund 5 W, eine Glühlampen-Kette rund 50 W. Zweitens möglichst ohne Wechselrichter: An der 230-V-Steckdose kostet er bei der BLUETTI Elite 100 V2 laut Hersteller rund 10 W, im ADAC-Test teils 30 W – mehr als die Kette selbst. Eine 1-kWh-Powerstation hält eine 5-W-Kette so rechnerisch rund 10 Abende an 230 V oder rund 30 Abende am USB-Ausgang. Drittens den Energiesparmodus abschalten und auf die Zeitschaltuhr an der Steckdose verzichten. Die Powerstation selbst steht trocken im Gartenhaus oder in der Garage und wird nur über 0 °C geladen. Welche Größe zu deinen Ketten passt, ermittelst du mit dem Rechner Welche Powerstation brauche ich? oder dem Powerstation-Finder.

Unsere Empfehlung

Top 3 aus der Bestenliste „Leicht (bis 8 kg)“

Zur ganzen Bestenliste

Die drei bestplatzierten Modelle aus unserer Bestenliste – datenbasiert, nicht selbst getestet.

  1. Platz 1 im Datenvergleich

    Jackery

    Platz 1: Explorer 500 v2

    512 Wh – passend für Unterwegs & Outdoor

    Kapazität
    512 Wh
    Leistung
    500 W
    Gewicht
    5,7 kg
  2. Platz 2 im Datenvergleich

    Jackery

    Platz 2: Explorer 300 Plus

    288 Wh – passend für Unterwegs & Outdoor

    Kapazität
    288 Wh
    Leistung
    300 W
    Gewicht
    3,8 kg
  3. Platz 3 im Datenvergleich

    EcoFlow

    Platz 3: RIVER 2 Pro

    768 Wh – passend für Unterwegs & Outdoor

    Kapazität
    768 Wh
    Leistung
    800 W
    Gewicht
    7,8 kg

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Passende Modelle

BLUETTI

Elite 100 V2

Kapazität
1.024 Wh
Leistung
1.800 W
Gewicht
11,5 kg

1.000 W Solar bei 1 kWh Kapazität

ca. 499 €Herstellerpreis, geprüft am 05.10.2026

Jackery

Explorer 1000 v2

Kapazität
1.070 Wh
Leistung
1.500 W
Gewicht
10,8 kg

Nur 10,8 kg für 1.070 Wh

ca. 519 €Herstellerpreis, geprüft am 05.10.2026

Anker SOLIX

C300X

Kapazität
288 Wh
Leistung
300 W
Gewicht
4,1 kg

2 × USB-C mit 140 W

ca. 220 €Herstellerpreis, geprüft am 05.10.2026

Häufige Fragen

Wie viel Strom braucht eine LED-Lichterkette?

Eine LED-Lichterkette mit 24 Lämpchen braucht laut Verbraucherzentrale rund 5 W, eine Glüh- oder Halogenkette rund 50 W. Größere Außenketten mit vielen Lämpchen können mehr brauchen – der genaue Wert steht auf der Verpackung oder am Netzteil. In sechs Stunden verbraucht eine 5-W-Kette rund 30 Wh, an der Steckdose kostet sie laut Verbraucherzentrale in vier Wochen etwa 40 Cent.

Warum ist meine Powerstation viel schneller leer, als die Wattzahl der Lichterkette erwarten lässt?

Weil der Wechselrichter für die 230-V-Steckdose selbst Strom braucht. BLUETTI nennt für die Elite 100 V2 einen Eigenverbrauch von rund 10 W, der ADAC hat bei eingeschaltetem Wechselrichter teils 30 W Verlust festgestellt. Bei einer 5-W-Lichterkette zieht die Powerstation dann 15 W oder mehr aus dem Akku. Eine Kette mit USB- oder 12-V-Anschluss umgeht den Wechselrichter.

Warum geht die Lichterkette an der Powerstation nach ein paar Stunden aus?

Meist ist der Energiesparmodus schuld. Die Jackery Explorer 1000 v2 schaltet laut Handbuch alle Ausgänge nach 12 Stunden ab, wenn am AC-Ausgang höchstens 25 W oder am USB-Ausgang höchstens 2 W fließen; bei der Explorer 500 v2 sind es 6 Stunden, wenn der Modus aktiv ist. BLUETTI rät im Handbuch der Elite 100 V2, den standardmäßig aktiven ECO-Modus für Kleingeräte unter 60 W und Lampen abzuschalten.

Kann ich eine Zeitschaltuhr an die Powerstation stecken?

Das geht, ist aber ungünstig. Der Wechselrichter muss dann rund um die Uhr laufen, auch wenn die Uhr die Kette abgeschaltet hat. Mit 10 W Eigenverbrauch sind das rund 240 Wh am Tag – achtmal so viel wie eine 5-W-Kette in sechs Stunden braucht. Ist der Energiesparmodus aktiv, schaltet die Powerstation den Ausgang in der Pause womöglich ab und die Uhr kann das Licht nicht mehr einschalten. Besser: eine Kette mit eingebautem Timer am USB-Ausgang oder die Steckdose von Hand schalten.

Darf die Powerstation für die Weihnachtsbeleuchtung draußen stehen?

Nein. In unserer Datenbank gibt kein Hersteller eine Schutzart gegen Spritzwasser an, BLUETTI schreibt im Handbuch der Elite 100 V2: nicht im Regen oder bei hoher Luftfeuchtigkeit betreiben. Stell sie trocken und belüftet ins Gartenhaus, in die Garage oder den Schuppen und führ die Lichterkette mit einem witterungsfesten Verlängerungskabel nach draußen. Laden darf ein Lithium-Akku ohnehin nur über 0 °C.

Quellen und weiterführende Informationen

  1. Energiesparende Lichterketten: LEDs sind die beste Wahl (Stand 29.10.2026) – Verbraucherzentrale (abgerufen am 5. November 2026)
  2. Weihnachtsbeleuchtung – Tipps für sichere Lichterketten (24.11.2025) – VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (abgerufen am 5. November 2026)
  3. Mobile Powerstations im ADAC Test 2025 (11.06.2025; Verlust bei eingeschaltetem Wechselrichter) – ADAC (abgerufen am 5. November 2026)
  4. Mobile Stromspeicher im Test: Beste Powerstation im Test kostet nur 520 Euro (07.01.2026) – Stiftung Warentest (abgerufen am 5. November 2026)
  5. BLUETTI Elite 100 V2 – Benutzerhandbuch (EU; ECO-Modus, Eigenverbrauch, Lade- und Entladetemperatur) – BLUETTI (abgerufen am 5. November 2026)
  6. Jackery Explorer 1000 v2 – Benutzerhandbuch (Energiesparmodus, Ladetemperatur) – Jackery (abgerufen am 5. November 2026)
  7. Jackery Explorer 500 v2 – Benutzerhandbuch (EU, Energiesparmodus) – Jackery (abgerufen am 5. November 2026)
  8. Anker SOLIX C1000 – Bedienungsanleitung (automatische Abschaltung der AC-Steckdosen) – Anker (abgerufen am 5. November 2026)
  9. PVGIS – Photovoltaic Geographical Information System (Abfrage PVcalc 5.3, Raum Kassel, 200 W, 14 % Verluste, PVGIS-SARAH3 2005–2023) – Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission (abgerufen am 5. November 2026)

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