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Solar-Ladezeit-Rechner für Powerstations

Wie lange lädt deine Powerstation mit Solarmodulen – und passen die Module überhaupt an den Solar-Eingang? Ladezeit nach Jahreszeit und Spannungs-Check in einem.
Zuletzt aktualisiert:

Kurze Antwort

Wie lange lädt eine Powerstation mit Solarpanel?

Rechne mit 75 % der Modul-Nennleistung. Zwei 220-Wp-Module liefern so ca. 330 W und laden 1.000 Wh in rund 3 Std. 11 Min. voller Sonne – im Sommer (ca. 5 Volllaststunden) an einem Tag, im Frühjahr und Herbst in gut einem Tag, im Winter erst nach mehreren Tagen.

Powerstation

Solar-Eingang mit maximaler Leistung und Spannungsbereich.

Powerstation angeben
Max. Leistung
1.000 W
Spannung
12–60 V
Max. Strom
20 A
Anschluss
XT60

Solarmodule

Modul aus der Datenbank oder eigene Werte vom Typenschild (Wp, Voc, Isc).

Solarmodul angeben

200 W · Voc 24,6 V · Isc 10,8 A · MC4 (MC4-auf-XT60-Kabel im Lieferumfang) · Datenblatt

Verschaltung

Sonne und Ladestand

Volllast-Sonnenstunden: Stunden, in denen das Modul rechnerisch seine volle Leistung liefert.

Sonnenstunden pro Tag

Methodik

So rechnen wir

  1. Effektive Leistung

    min(Modulleistung × 0,75; max. Solar-Eingang)

    75 % realistischer Ertrag: Temperatur, Einstrahlwinkel, Verschattung, Kabel- und MPPT-Verluste.

  2. Ladeleistung

    Effektive Leistung × 0,95

    95 % Wirkungsgrad beim Einspeichern in den Akku.

  3. Ladezeit

    Kapazität × (Ziel % − Start %) ÷ Ladeleistung = Volllast-Sonnenstunden

  4. Tage

    Volllast-Sonnenstunden ÷ Sonnenstunden pro Tag

  5. Kompatibilität

    Voc × Module in Reihe ≤ max. Eingangsspannung · Isc × Stränge parallel ≤ max. Eingangsstrom

    Außerdem muss die Spannung die Mindest-Eingangsspannung erreichen.

Standardannahmen aus unserer Rechner-Konfiguration.
AnnahmeWertWarum
Realistischer Ertrag75 %Anteil der Nennleistung, der im Alltag ankommt.
Lade-Wirkungsgrad95 %Verluste beim Einspeichern in den Akku.
Winter1 h/TagVolllast-Sonnenstunden in Deutschland, grober Richtwert.
Frühling/Herbst3 h/TagVolllast-Sonnenstunden in Deutschland, grober Richtwert.
Sommer5 h/TagVolllast-Sonnenstunden in Deutschland, grober Richtwert.

Rechenbeispiel: 1.000 Wh mit zwei 220-Wp-Modulen

Powerstation mit 1.000 Wh und 500 W Solar-Eingang, zwei 220-Wp-Module, Ladung von 0 auf 100 %.

  1. 1. Modulleistung: 2 × 220 Wp = 440 Wp
  2. 2. Realistisch: 440 W × 75 % = 330 W (unter 500 W, also nicht begrenzt)
  3. 3. Ladeleistung: 330 W × 95 % = 313,5 W
  4. 4. Ladezeit: 1.000 Wh ÷ 313,5 W = 3,2 Volllast-Sonnenstunden
  5. 5. Tage: Winter ca. 3,2 · Frühling/Herbst ca. 1,1 · Sommer ca. 0,6

Grenzen der Rechnung

Das Ergebnis ist eine Schätzung. Wolken, Verschattung, Ausrichtung und Temperatur verändern den Ertrag stark – auch innerhalb eines Tages. Laufen während des Ladens Verbraucher, verlängert sich die Ladezeit entsprechend.

Spannungs- und Stromgrenzen prüfen wir anhand der Herstellerangaben. Maßgeblich sind immer die Datenblätter von Powerstation und Modul – im Zweifel lieber ein Modul weniger in Reihe.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, eine Powerstation mit Solar zu laden?

Ladezeit (Sonnenstunden) = Kapazität ÷ (Modulleistung × 75 % × 95 %). Eine 1.000-Wh-Powerstation mit zwei 220-Wp-Modulen braucht rechnerisch ca. 3 Std. 11 Min. volle Sonne – im Sommer reicht ein sonniger Tag, im Winter dauert es mehrere Tage.

Warum liefert mein 200-W-Solarpanel keine 200 W?

Die Nennleistung gilt unter Laborbedingungen (25 °C Zelltemperatur, 1.000 W/m² Einstrahlung). Im Alltag mindern Wärme, Einstrahlwinkel, Verschattung, Kabel- und Reglerverluste den Ertrag. Wir rechnen deshalb mit 75 % der Nennleistung; bei optimal ausgerichteten Modulen an einem klaren Sommertag kann es mehr sein.

Solarmodule in Reihe oder parallel anschließen?

In Reihe addieren sich die Spannungen, parallel die Ströme. Reihenschaltung ist meist effizienter, darf aber die maximale Eingangsspannung (gegen die Leerlaufspannung Voc geprüft) nie überschreiten. Parallelschaltung hält die Spannung niedrig, erhöht aber den Strom – hier ist der maximale Eingangsstrom die Grenze. Viele kleine Powerstations haben nur 12–60 V Eingangsspannung.

Was passiert, wenn die Spannung zu hoch ist?

Liegt die Leerlaufspannung der Module über der maximalen Eingangsspannung, kann der Solarladeregler beschädigt werden – meist ohne Garantieanspruch. Achte auf Abstand zur Grenze: Bei Kälte steigt die Leerlaufspannung um einige Prozent. Liegt die Spannung unter dem Minimum, startet das Laden dagegen gar nicht.

Lohnt es sich, mehr Modulleistung anzuschließen als der Solar-Eingang verarbeitet?

In Grenzen ja: Da die Module selten ihre Nennleistung liefern, sorgt etwas Überdimensionierung dafür, dass der Eingang bei Bewölkung oder flacher Sonne besser ausgelastet ist. Voraussetzung ist, dass Spannung und Strom innerhalb der Herstellergrenzen bleiben. Der Rechner zeigt an, wenn der Eingang die Leistung begrenzt.