Kurze Antwort
Was ist die Entladetiefe (DoD)?
Die Entladetiefe (Depth of Discharge, DoD) gibt an, wie viel Prozent seiner Kapazität ein Akku bei einer Entladung abgibt. 80 % DoD heißt: Der Akku wird von 100 auf 20 % entladen. Sie ist das Gegenstück zum Ladestand (State of Charge, SoC).
Auch bekannt als: DoD, Depth of Discharge, Entladungstiefe
Entladetiefe (DoD) im Detail
Entladetiefe und Ladestand ergänzen sich zu 100 %: Steht die Anzeige auf 30 %, liegt die Entladetiefe bei 70 %. Hersteller beziehen Zyklenangaben oft auf eine bestimmte Entladetiefe – prüfe deshalb, unter welchen Bedingungen eine Zyklenzahl gilt.
Teilentladungen belasten Lithium-Akkus laut Battery University weniger als Vollzyklen. Wer den Akku selten ganz leer fährt und nicht dauerhaft bei 100 % hält, schont ihn.
In der Praxis
- Das Batteriemanagementsystem setzt feste Grenzen, damit die Zellen nicht tiefentladen werden.
- Viele Hersteller-Apps erlauben zusätzlich eigene Lade- und Entladegrenzen, etwa um eine Reserve für den Stromausfall zu halten.
- Je enger du die Grenzen setzt, desto weniger Energie steht dir pro Ladung zur Verfügung.
Rechenbeispiel
Wie viel bleibt mit 20 % Notstrom-Reserve?
- Powerstation mit 2.048 Wh, Entladegrenze in der App bei 20 % (DoD 80 %)
- 2.048 Wh × 0,8 ≈ 1.640 Wh aus dem Akku
- Davon an der Steckdose (85 %): 1.640 Wh × 0,85 ≈ 1.390 Wh
Im Alltag nutzt du rund 1.390 Wh, die restlichen 20 % bleiben als Reserve für einen Stromausfall im Akku.
Ratgeber zum Thema
Quellen und weiterführende Informationen
- Redaktion:BU-808: How to Prolong Lithium-based Batteries(abgerufen am 6. Oktober 2026)
- Redaktion:Entladetiefe(abgerufen am 6. Oktober 2026)
Zahlenwerte sind Richtwerte, Rechenbeispiele oder Herstellerangaben und können je nach Gerät abweichen – maßgeblich ist das Datenblatt deines Modells. Wie wir arbeiten, erklären wir in unserer Methodik.