Kurze Antwort
Was ist ein Ladezyklus?
Ein Ladezyklus entspricht einer vollständigen Entladung und Wiederaufladung des Akkus – auch verteilt auf mehrere Teilladungen. Die Zyklenangabe im Datenblatt nennt, nach wie vielen Zyklen der Akku noch etwa 70 oder 80 % seiner ursprünglichen Kapazität hat.
Auch bekannt als: Ladezyklen, Zyklen, Zyklenfestigkeit, Vollzyklus, Zyklenzahl
Ladezyklus im Detail
Entlädst du den Akku zweimal von 100 auf 50 % und lädst ihn jeweils wieder voll, ergibt das zusammen einen Zyklus. Die Zyklenzahl ist kein Ausfallzeitpunkt: Danach arbeitet der Akku weiter, nur mit weniger Kapazität.
Was die Lebensdauer beeinflusst
- Prüfbedingungen: Hersteller messen bei bestimmter Temperatur, Entladetiefe und Ladeleistung. Angaben ohne diese Bedingungen sind schwer vergleichbar.
- Kalendarische Alterung: Lithium-Akkus altern auch, wenn sie nur herumstehen.
- Hitze und dauerhaft voller Ladestand beschleunigen die Alterung bei allen Lithium-Chemien.
- Für längere Lagerung empfehlen viele Hersteller einen mittleren Ladestand (etwa 50 bis 60 %) und regelmäßiges Nachladen – maßgeblich ist die Anleitung deines Modells.
Rechenbeispiel
3.000 Zyklen – wie lange ist das?
- Eine Vollladung pro Woche: 3.000 ÷ 52 ≈ 58 Jahre
- Eine Vollladung pro Tag: 3.000 ÷ 365 ≈ 8 Jahre
- Nach 3.000 Zyklen bis 80 % hat ein 1.000-Wh-Akku noch rund 800 Wh
Bei gelegentlicher Nutzung begrenzen eher Zeit, Elektronik und Garantie die Nutzungsdauer als die Zyklenzahl.
Ratgeber zum Thema
Quellen und weiterführende Informationen
- Redaktion:BU-808: How to Prolong Lithium-based Batteries(abgerufen am 6. Oktober 2026)
- Redaktion:BU-205: Types of Lithium-ion(abgerufen am 6. Oktober 2026)
Zahlenwerte sind Richtwerte, Rechenbeispiele oder Herstellerangaben und können je nach Gerät abweichen – maßgeblich ist das Datenblatt deines Modells. Wie wir arbeiten, erklären wir in unserer Methodik.