Kurze Antwort
Was ist der Autarkiegrad?
Der Autarkiegrad gibt an, welchen Anteil deines gesamten Stromverbrauchs du mit eigenem Solarstrom deckst – direkt oder aus dem Speicher. Brauchst du 2.500 kWh im Jahr und kommen 500 kWh davon vom Balkon, liegt er bei 20 %.
Auch bekannt als: Autarkie, Autarkiequote, Unabhängigkeitsgrad, Selbstversorgungsgrad
Autarkiegrad im Detail
Autarkiegrad und Eigenverbrauchsquote beschreiben dieselben Kilowattstunden aus zwei Blickwinkeln: Die Eigenverbrauchsquote bezieht sie auf die Erzeugung, der Autarkiegrad auf deinen Verbrauch. Die HTW Berlin schätzt beide Kennzahlen mit ihrem kostenlosen Unabhängigkeitsrechner ab; für Balkonkraftwerke gibt es den Stecker-Solar-Simulator.
Einordnung
- Ein Balkonkraftwerk mit höchstens 800 VA deckt nur einen Teil des Haushaltsverbrauchs. Ein Speicher hebt den Autarkiegrad vor allem im Sommerhalbjahr.
- 100 % sind mit Netzanschluss praktisch nicht erreichbar: Im Winter liefern die Module nur einen Bruchteil des Sommerertrags.
- Ein hoher Autarkiegrad heißt nicht automatisch hohe Ersparnis – entscheidend ist, was Speicher und Module im Verhältnis zur eingesparten Strommenge kosten.
- Eine Powerstation im Inselbetrieb versorgt die Geräte daran zwar komplett selbst – aber eben nur diese.
Rechenbeispiel
Wie viel Autarkie bringt ein Speicher?
- Jahresverbrauch 2.500 kWh, davon direkt mit Solarstrom gedeckt: 400 kWh
- Ohne Speicher: 400 ÷ 2.500 = 16 %
- Mit Speicher, der abends zusätzlich 250 kWh liefert: 650 ÷ 2.500 = 26 %
Der Speicher hebt den Autarkiegrad in diesem Beispiel um 10 Prozentpunkte – knapp drei Viertel des Stroms kommen weiter aus dem Netz.
Ratgeber zum Thema
Quellen und weiterführende Informationen
- Redaktion:Unabhängigkeitsrechner (Autarkiegrad und Eigenverbrauchsanteil)(abgerufen am 28. Oktober 2026)
- Redaktion:Stecker-Solar-Simulator(abgerufen am 28. Oktober 2026)
Zahlenwerte sind Richtwerte, Rechenbeispiele oder Herstellerangaben und können je nach Gerät abweichen – maßgeblich ist das Datenblatt deines Modells. Wie wir arbeiten, erklären wir in unserer Methodik.